Studentische Exkursion nach Nord- und Zentralchile

13.11.2018
Exkursionsgruppe vor La Portada bei Antofagasta Urheberrecht: M. Hechenleitner/Adventure

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Frank Lehmkuhl

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Im September haben wir vor dem Hintergrund unseres Forschungsprojektes im SFB 1211 „Earth - Evolution at the dry limit“ eine Exkursion mit 20 Studierenden in das nördliche Chile durchgeführt. Inhaltlich lag der Fokus auf der geomorphologischen Entwicklung der verschiedenen Landschaftsräume sowie den zugehörigen Einflussfaktoren, aber ergänzt wurde das Programm zusätzlich durch spannende Zeugnisse der Geschichte Chiles, des Bergbaus und seinen Folgen, der landwirtschaftlichen Inwertsetzung des Raumes sowie der Struktur und Bedeutung verschiedener Städte. Begonnen haben wir an der Küste der Atacama, der trockensten Wüste der Erde. Von dort aus durchquerten wir die zentrale Wüste und arbeiteten uns über mehrere Stops entlang eines West-Ost-Transektes bis auf das Altiplano in den Anden, bevor wir über den Salar Grande zurück an die Küste gestoßen sind und den Weg nach Süden eingeschlagen haben. Unter anderem haben wir das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) zwischen Antofagasta und Taltal besucht. Mit zunehmendem Breitengrad gelangten wir über den Südrand der Atacamawüste in die Halbwüste. Bei La Serena sind wir das Elquital aufgestiegen bis wir die Obergrenze der großen Weinanbaugebiete erreicht haben. Südlich von La Serena haben wir ein reliktisches Nebelwaldvorkommen im Fray Jorge Nationalpark erwandert, bevor wir in den Mediterranraum bei Valparaíso eingetreten sind. Schließlich haben wir von dort aus mit den Studierenden ein drittes Transekt in die Anden erarbeitet. Im Cajón del Maipo konnten wir Hochgebirgsmorphologie sowie eine Vielfalt an geologischen Besonderheiten bestaunen. Nach 13 anstrengenden, eindrucksvollen und lehrreichen Tagen endete die Exkursion in Santiago de Chile.